Nachhaltige Beschaffung

Warum Umweltbewusstsein auch im Einkauf wichtig ist

Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit, die Unternehmen weltweit erkennen müssen. Besonders im Einkauf und der Beschaffung spielen Unternehmen eine entscheidende Rolle dabei, wie umweltfreundlich und ressourcenschonend Produkte und Dienstleistungen bezogen werden. In diesem Blogbeitrag gehen wir der Frage nach, warum nachhaltige Beschaffung wichtig ist und wie Unternehmen von einer umweltbewussten Einkaufspolitik profitieren können.

1. Umweltbewusstsein als Wettbewerbsvorteil in der öffentlichen Beschaffung

Ein zunehmend wichtigerer Faktor für die Kundenbindung ist das Umweltbewusstsein von Unternehmen. Verbraucher und Geschäftspartner legen immer mehr Wert darauf, dass die Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten, Verantwortung für ihre Umweltbilanz übernehmen. Auch im Bereich der öffentlichen Ausschreibungen (z. B. über eVergabe) wird Nachhaltigkeit immer stärker berücksichtigt.

Durch die Teilnahme an Nachhaltigkeits-Ausschreibungen können Unternehmen nicht nur ihre eigenen Produktionskosten senken, sondern sich auch als Vorreiter in Sachen nachhaltiger Beschaffung positionieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die Clean Vehicle Directive der Europäischen Union, die für die öffentliche Beschaffung von Fahrzeugen bestimmte Umweltstandards setzt. Unternehmen, die sich bereits jetzt auf diese Richtlinien einstellen, können von bevorzugten Vergabeverfahren profitieren, bei denen umweltfreundliche Alternativen bevorzugt werden. Im Kontext der deutschen eVergabe ist es mittlerweile üblich, dass Nachhaltigkeitskriterien in die Ausschreibungsunterlagen integriert werden, um so grüne Beschaffung zu fördern.

2. Kostenreduktion durch Ressourcenschonung und nachhaltige Beschaffungsprozesse

Nachhaltige Beschaffung bedeutet nicht nur umweltfreundlich zu handeln, sondern auch Ressourcen effizienter zu nutzen. Unternehmen, die auf umweltschonende Materialien und Prozesse setzen, können langfristig Kosten sparen. In der öffentlichen Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen werden zunehmend Anforderungen an umweltfreundliche Materialien und Energieeffizienz gestellt.

Ein gutes Beispiel sind energiesparende Bürogeräte, die über eVergabe ausgeschrieben werden. Durch die Umstellung auf energieeffiziente Geräte können nicht nur Betriebskosten gesenkt werden, sondern Unternehmen erhalten auch die Möglichkeit, sich im Wettbewerb um öffentliche Aufträge einen Vorteil zu verschaffen. Außerdem gibt es durch das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm Fördermöglichkeiten für Unternehmen, die umweltfreundliche Produkte und Verfahren einkaufen, was bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen von Vorteil sein kann.

3. Compliance und gesetzliche Vorgaben – Von der eVergabe profitieren

Die rechtlichen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit nehmen weltweit zu. Unternehmen müssen zunehmend umweltfreundliche Beschaffungspraktiken umsetzen, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Ein Beispiel hierfür ist die EU-Richtlinie zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung (Green Public Procurement, GPP), die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen in ihrer öffentlichen Beschaffung zu bevorzugen. Diese Vorgaben beeinflussen zunehmend auch deutsche Ausschreibungen und sind in den Vergabeverfahren über eVergabe-Plattformen wie etwa Bund.de oder Landesplattformen relevant.

Darüber hinaus hat Deutschland das Nachhaltigkeitsgesetz für die öffentliche Beschaffung erlassen, das Unternehmen dazu verpflichtet, bei der Auswahl von Lieferanten ökologische und soziale Kriterien zu berücksichtigen. Unternehmen, die bereits nachhaltige Beschaffungspraktiken umgesetzt haben, können so einfacher den rechtlichen Anforderungen gerecht werden und ihre öffentliche Vergabe sichern.

4. Langfristige Lieferantenbeziehungen durch nachhaltige Beschaffung

Eine nachhaltige Beschaffung ermöglicht es, langfristige und stabile Beziehungen zu Lieferanten aufzubauen, die ebenfalls Wert auf umweltfreundliche Prozesse und Produkte legen. Eine enge Zusammenarbeit mit solchen Lieferanten fördert nicht nur den Austausch von Know-how, sondern hilft auch, innovative Lösungen zu entwickeln, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll sind. Besonders im Bereich der Bauaufträge und Dienstleistungen über eVergabe spielen nachhaltige Beschaffungsprozesse eine zentrale Rolle.

Ein Beispiel hierfür ist der Einkauf von fair gehandelten Rohstoffen, wie etwa bei Bauprojekten, wo nachhaltige Baustoffe in Ausschreibungen berücksichtigt werden. Diese Art von umweltbewusster Beschaffung ermöglicht nicht nur eine positive Bilanz im Hinblick auf ökologische Standards, sondern auch die Entwicklung langfristiger Partnerschaften mit Lieferanten, die sich ebenfalls für nachhaltige Prozesse einsetzen.

5. Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmenskultur

Wenn nachhaltige Beschaffung zur Norm wird, kann dies das gesamte Unternehmensumfeld positiv beeinflussen. Mitarbeiter fühlen sich stärker mit der Marke verbunden, wenn sie sehen, dass das Unternehmen Verantwortung für die Umwelt übernimmt. Diese Philosophie spiegelt sich nicht nur in internen Prozessen wider, sondern beeinflusst auch den Umgang mit öffentlichen Ausschreibungen. Unternehmen, die nachhaltige Praktiken in ihre Vergabeprozesse integrieren, können von einer positiven Wahrnehmung im Markt profitieren und gleichzeitig langfristig Kosten sparen.

Ein Beispiel für nachhaltige Unternehmenskultur ist die Entscheidung vieler Unternehmen, auf Papierverbrauch zu verzichten und stattdessen digitale Ausschreibungen über eVergabe-Plattformen abzuwickeln. Dies ist nicht nur eine ökologische Entscheidung, sondern auch eine, die zu Kostensenkungen führt und den Arbeitsalltag effizienter gestaltet.

Fazit: Nachhaltige Beschaffung zahlt sich aus – auch in der eVergabe

Die nachhaltige Beschaffung ist nicht nur ein Trend, sondern ein strategischer Ansatz, der Unternehmen langfristig hilft, Ressourcen zu schonen, Kosten zu sparen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Sie sorgt für eine positive Markenwahrnehmung, schützt vor rechtlichen Risiken und stärkt die Beziehungen zu Lieferanten und Kunden. Insbesondere die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in öffentliche Vergabeverfahren über eVergabe-Plattformen bietet Unternehmen eine exzellente Möglichkeit, sich als umweltbewusster Anbieter zu positionieren.

Durch die Einhaltung von EU-Richtlinien wie der Clean Vehicle Directive oder der Green Public Procurement (GPP) und die Nutzung von eVergabe-Tools, die Nachhaltigkeit berücksichtigen, können Unternehmen nicht nur ihre CO₂-Bilanz verbessern, sondern auch langfristig von einer bevorzugten Behandlung bei öffentlichen Ausschreibungen profitieren. Die nachhaltige Beschaffung ist der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen und erfolgreichen Unternehmensstrategie – und eine Chance, sich sowohl rechtlich als auch ökologisch gut aufzustellen.